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Das neue Gebet- und Gesangbuch GOTTESLOB
Fragen und Antworten


Weshalb gibt es ein neues Gotteslob?
Das aktuell im Gebrauch befindliche Gotteslob wurde in den 1960er Jahren erstellt und 1975 eingeführt. In den fast 40 Jahren, in denen das Gotteslob in Gebrauch ist, haben sich pastorale Schwerpunkte verschoben, Gesellschaft und Sprachverständnis verändert und es wurden neue musikalische Akzente gesetzt, so dass eine komplette Neuauflage den vielfältigen neuen Bedürfnissen am besten entspricht.

Wann wird das neue Gotteslob das alte ablösen?
Das neue Gotteslob wird zum 1. Advent 2013 (1.12.2013) in allen Diözesen Deutschlands und Österreich sowie im Bistum Bozen-Brixen eingeführt. Ab diesem Zeitpunkt ist es dann das offizielle katholische Gebet- und Gesangbuch.

Wie ist das neue Gotteslob aufgebaut?
Das neue Gotteslob ist ähnlich aufgebaut wie das bisherige, jedoch mit einer anderen Akzentuierung.
Im ersten Teil stehen Geistliche Impulse für das tägliche Leben: Grundgebete und persönliche Gebete. Neu ist der Abschnitt "In der Familie feiern" für besondere Anlässe zuhause. Die Gebote, Tugenden und Gaben sind in der Rubrik "Den Glauben leben" zusammengefasst.
Im zweiten Teil folgen die Psalmen, Gesänge und Litaneien.
Im dritten Teil stehen die Gottesdienstlichen Feiern: Sakramente, Sakramentalien, die Tagzeitenliturgie, Wort-Gottes-Feier und Andachten.
Auch der Eigenteil der Erzdiözese Freiburg ist ähnlich aufgebaut.

Welche wesentlichen Veränderungen bei der Gestaltung des neuen Gotteslobes gibt es?

Die wichtigste Veränderung ist die Zweifarbigkeit: Überschriften, Zwischenblätter und Liednummern sind jetzt rot. Bei vielen Liedern sind mehrere Strophen direkt unter die Notenzeile gedruckt. Zudem gibt es einige Lieder und Kehrverse, die mehrstimmig abgedruckt sind. Bei lateinischen Messgesängen ist die deutsche Übersetzung beigefügt. Querverweise erleichtern die Suche nach ähnlichen Liedern und Gebeten. Neu sind auch Bilder und Grafiken im Gotteslob: Ein Farbbild von der Sixtinischen Kapelle (Erschaffung Adams) eröffnet den Stammteil; der Eigenteil beginnt mit dem Bild der Marienkrönung von Hans Baldung Grien (Hochaltar des Freibuger Münsters).

Wie hoch ist die erste Auflage?
Die erste Auflage beträgt insgesamt ca. 3,6 Millionen Exemplare.

Wie groß ist das neue Gotteslob?
Das Format der Normalausgabe beträgt 11,2 x 17,0 cm (bisher 10,5 x 15,4 cm).
Das Format der Großausgabe beträgt 13,2 x 19,8 cm (bisher 12,8 x 18,7 cm).

Wie viele Seiten und Nummern hat das neue Gotteslob?
Das aktuell im Gebrauch befindliche Gotteslob umfasst 1120 Seiten, das neue wird 1368 Seiten umfassen. Davon sind 940 Seiten gemeinsamer Teil aller Diözesen, die anderen Seiten gehören zum diözesanen Eigenteil, den bei uns die Erzdiözese Freiburg und die Diözese Rottenburg-Stuttgart gemeinsam herausgeben.
Der neue Eigenteil beginnt bei der Nummer 700 und endet bei Nummer 949. Die Nummerierung bleibt also dreistellig und somit kompatibel mit den bisherigen Liedanzeigern.

Was wird das neue Gotteslob kosten?
Die Normalausgabe wird 19,95 Euro, die Großausgabe 30,00 Euro kosten. Wie bisher wird es weitere Ausgaben geben, etwa mit Goldschnitt oder in Leder, die entsprechend teurer sind.

Ab wann können die Pfarrgemeinden das neue Gotteslob bestellen?
Das neue Gotteslob soll so ausgeliefert werden, dass die Kirchen rechtzeitig zum 1. Advent damit ausgestattet werden können. Über die Bestellmöglichkeiten werden die Seelsorgeeinheiten und Pfarrgemeinden um Pfingsten genauer informiert.

Ab wann kann das neue Gotteslob für den privaten Gebrauch bestellt / gekauft werden?
Das neue Gotteslob kann voraussichtlich ab Herbst 2013 gekauft bzw. bestellt werden.

Wer hat das neue Gotteslob entwickelt?
Experten aus den Bereichen Liturgie, Kirchenmusik, Pastoral, Bibelwissenschaft, Dogmatik und Spiritualität haben das Gebet- und Gesangbuch entwickelt.

Wer erstellt den diözesanen Eigenteil für das Erzbistum Freiburg?
Ein Team von je fünf Kirchenmusikern aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Erzdiözese Freiburg hat die musikalischen Beiträge des Eigenteils redaktionell zusammengestellt. Bis auf den Kalender der Bistumsheiligen, das Vorwort des (Erz-)Bischofs, eine kurze Bistumsgeschichte und ein Farbbild sind die Ausgaben für das Bistum Rottenburg-Stuttgart und für die Erzdiözese Freiburg identisch.

Wer verlegt das neue Gotteslob?
Hauptlizenzgeber für das neue Gotteslob ist der Verlag Katholisches Bibelwerk in Stuttgart. Mit der Diözesanausgabe für die Erzdiözese Freiburg wurde der Verlag Herder in Freiburg beauftragt.

Welche Lieder sind nicht mehr im neuen Gotteslob? Welche neuen Lieder sind im Gotteslob?
Im Stammteil des bisherigen Gotteslobes gibt es etwa 270 Lieder, von denen mehr als die Hälfte in das neue Gotteslob übernommen wurden – die bekannten Lieder können also auch weiterhin gesungen werden, einige auch mit zusätzlichen Strophen. Manche Lieder wurden hingegen kaum gesungen – sie haben Platz gemacht für Lieder, die bisher vermisst wurden, die in der Zwischenzeit neu entstanden sind, oder die aufgenommen werden, weil sie besonders gut zu einem Sakrament, zur Liturgie oder einem pastoralen Bereich passen.
Insgesamt ist also etwa 50% der Lieder und Gesänge gleich geblieben, ca. 30% sind Lieder, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind oder aus früheren Gebet- und Gesangbüchern stammen (auch im Blick auf die Ökumene), und etwa 20% sind neue Beiträge, die eigens komponiert und erprobt wurden.

Wird es auch Schutzumschläge im neuen Format geben?
Es wird auch Schutzumschläge im neuen Format geben, allerdings ist noch nicht bekannt, ab wann diese in den Handel kommen.

Werden einzelne neue Lieder schon vorab bekannt?
Ja, im Erzbistum Freiburg werden jeden Monat ein Monatslied vorgestellt, das dann mit den Kirchenchören und der Gemeinde bereits eingeübt und gesungen werden kann.
Weitere Informationen zu den Monatsliedern finden Sie hier.


Weiterführende Informationen:
  • Interview mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, Vorsitzender der Unterkommission "Gemeinsames Gebet- und Gesangbuch" der Deutschen Bischofskonferenz. Link >>>
  • Interview mit Prof. Dr. Meinrad Walter vom Amt für Kirchenmusik, der den diözesanen Eigenteil Freiburg / Rottenburg-Stuttgart mit erstellt hat: Link >>>